Ferienhaus Domaine du CHasseur Wanzel

Anno 1771  hatte Sire Wanzel, ein Jäger im Dienste des Landesherren Ludwig IX von Hessen Darmstadt, den Bau seines repräsentativen Wohnhaus samt den entsprechenden Wirtschaftsgebäuden in bester Lage: „eine Hoofreit...worauf ein einstöckiges Hauss, Scheune und Stallung stehet“ fertiggestellt.

Dazu suchte er die schönsten Eichen für  Fachwerkbalken sowie Sandsteine für die Fassade aus. Eingangstreppe, Dielenboden, Fenster oder Türen, fast alle Räumlichkeiten zeigen Spuren zahlreicher Generationen und überdauerten unverändert mit ihrem unverwechselbaren historischen Charakter die Jahrhunderte. Das grosszügige  Grundstück mit etwa einem Hektar Streuobstwiese, Gemüsegarten und Wald gehört wie damals zu diesem elsässischen Anwesen.

 

Nebengebäude Domaine Du Chasseur WAnzel

Haus hinten: der Backofen Auch "Flammkuchenofen"

Ein kleines eigenständiges Gebäude aus jener Zeit, ein Schweinestall, sowie ein Backhäuschen und weitere Stallungen  mit Scheune erinnern noch heute an den bäuerlichen Selbstversorgerbetrieb.  Später kam noch eine Remise für die Kutsche hinzu, und die Hofeinfahrt wurde so angelegt, dass man mit dem Gespann nicht wenden musste. Zur Strasse hin und für jeden gut sichtbar war früher der riesige Misthaufen platziert,  ein Zeichen des Wohlstands.

 

Die Remise wurde schliesslich in eine Dorfschmiede umgewandelt und war noch bis in die Mitte des letzen Jahrhunderts in Betrieb, die Hufeisen als Aushängeschild erinnern noch an diese Zeit.   

Hier ein kleiner Auszug aus dem historischen Märchen,  von dem erzählenden Haus:

   "...Da wurde das Haus sehr ernst (und erklärt dem Mädchen in welchem Land wir sind): eines Tages wirst du die Wurzeln finden, aber nun denke einmal nach, nehmen wir einmal als Beispiel den Namen deines neuen Dorfes: OBERSTEINBACH. Oder nimm die verschiedenen Namen der Wiesen, Felder, Hügel und Berge ringsum: Glockengrube, Lauskopf, Wachtfels, zum Beispiel. Darunter kannst du dir sofort etwas vorstellen, kommt man jedoch von weiter her, von dort, wo die Sonne untergeht, kann man damit nicht mehr viel anfangen. -In welchem Land sind wir den nun hier ?- Nun knurrte das Haus sichtlich etwas verärgert : Mit dir muss ich also wirklich von vorne anfangen. So lautet deine erste Aufgabe: geh bis an den äussersten Zipfel deiner Wiese, dann läufst du immer weiter geradeaus bis an das Ende des Tals. Wenn du alles dort genau beobachtet hast, komme wieder und erzähle es mir morgen Abend. Bis dahin wünsche ich nun eine geruhsame Nacht! "

 

Aus "Kaleidophon, Märchenerzählungen Träume eines alten Hauses, das Mädchen und das Haus" Autor Susann Gemünd-Karcher.